Es lässt sich heute nicht mehr sagen, ob der Ursprung des Namens "Widderchen" auf die rot-schwarzen Widrigkeitsfarben der Gattung Zygaena oder auf die Fühlerhaltung - ähnlich einem Widder - zurückgeht. In ihrer Erscheinung ähneln die Widderchen der Familie der Schwärmer. Sie haben einen recht massigen Körper und schmale, spitz zulaufende Flügel. Auch in Ruhestellung unterscheiden sie sich von den eigentlichen Tagfaltern. Sie legen ihre Flügel pultdachförmig über den Körper und klappen sie nicht nach oben.
Die Widderchen werden in die drei Unterfamilien Procridinae (Grün-Widderchen), Zygaeninae und Chalcosiinae eingeteilt. Zwei davon sind in Baden-Württemberg nachgewiesen: Alle 6 Arten der Unterfamilie Procridinae stehen auf der Roten Liste. Man erkennt sie an einer grün-metallischen Grundfärbung. Die verschiedenen Arten sind an ihrem äußeren Erscheinungsbild fast nicht voneinander zu unterscheiden. Besser zu unterscheiden sind nur die Geschlechter: Die Männchen besitzen gekämmte, die Weibchen ungekämmte Fühler.
Die Zygaeninae treten in Europa nur in der Gattung Zygaena auf. Alle 14 Arten in Ba-Wü stehen auf der Rote Liste und gegenüber der Version von 2004 mussten leider alle Arten "hochgestuft" werden. Die Falter dieser Gattung werden auch mit dem Namen "Blutströpfchen" bezeichnet. Dies rührt von ihrer schwarzen Grundfarbe mit roten Hinterflügeln bzw. roten Punkten oder Flecken auf den Vorderflügeln her. Bei den Faltern dieser Gattung ist eine Artunterscheidung zwar in den meisten Fällen möglich, aber nicht immer einfach.
Anmerkung: Wenn in der Auflistung eine Art fehlt, heißt das nicht, dass sie hier nicht vorkommt. Vielleicht haben wir nur noch keine Fotos aus dem Zollernalbkreis. Wenn Sie welche haben, wären wir dankbar, wenn Sie uns diese zur Verfügung stellen würden.
Thymian- bzw. Bibernell-Widderchen (Zygaena minos/purpuralis) - RL 2 bzw. 3
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Albstadt-Tailfingen, 24.06.2022 (Foto: A. Röcker)
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Haigerloch-Stetten, 13.07.2007 (Foto: H. Fuchs)
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Haigerloch-Stetten, 13.07.2009 (Foto: H. Fuchs)
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Albstadt-Tailfingen, 05.07.2022 (Foto: A. Röcker)
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Albstadt-Ebingen, 06.07.2014 (Foto: H. Fuchs)
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Haigerloch-Stetten, 05.07.2011 (Foto: H. Fuchs)
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Eispiegel - Ebingen, 31.07.2025 (Foto: A. Röcker)
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Beide Arten gehören zu den Widderchen vom Streifentypus, bei denen alle Flecken zu drei mehr oder weniger ausgeprägten Längsstreifen verschmolzen sind. Das "Problem" besteht darin, dass die beiden Arten im Freiland als Falter nicht auseinander gehalten werden können. Hinzu kommt, dass sie zur gleichen Zeit an vielen Fundorten vorkommen. Eine eindeutige Zuordnung könnte nur eine Genitaluntersuchung bringen.
Im Gegensatz zu den Faltern unterscheiden sich die Raupen deutlich: Die Raupe von Zygaena minos lebt an der Bibernelle (Piminella saxifraga) und ist weiß, während die an Thymian (Thymus spec.) lebende Raupe von Zygaena purpuralis gelb ist. Wie alle Widderchen saugen die Falter gerne an violetten Blüten wie der Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria).
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Bergkronwicken-Widderchen (Zygaena fausta) - RL 2 |

♀ Burladingen, 12.08.2011 (Foto: H. Fuchs)
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♀ Thanheim, 29.08.2011 (Foto: H.-M. Weisshap)
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♂ Thanheim, 29.08.2011 (Foto: H.-M. Weisshap)
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Burladingen, 17.07.2017 (Foto: H. Fuchs)
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Balingen, 29.07.2011 (Foto: B. Schlude)
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Burladingen, 23.08.2022 (Foto: A. Röcker)
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♀ Burladingen, 23.08.2022 (Foto: A. Röcker)
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Eispiegel, Burladingen, 30.07.2012 (Foto: H. Fuchs)
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Burladingen, 01.07.2013 (Foto: H.-M. Weisshap)
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♂ Onstmettingen, 07.08.2025 (Foto: A. Röcker)
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Onstmettingen, 07.08.2025 (Foto: A. Röcker)
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Onstmettingen, 07.08.2025 (Foto: A. Röcker)
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Das seltene Zygaena fausta ist sicher das schönste und auffälligste Widderchen. Es bewohnt denselben Lebensraum wie das Elegans-Widderchen: lichte, weitgehend südlich exponierte felsige Steppenheide-Waldränder.
Die Geschlechter können an der Anzahl der roten Hinterleibsringe unterschieden werden: Das Weibchen hat zwei, beim Männchen sind es drei.
Die kurze Flugzeit beginnt Ende Juli unddauert selten länger als bis Mitte August.
Die Falter saugen meist am wilden Majoran (Origanum vulgare) und blau blühenden Korbblütlern, legen ihre Eier aber nur an Berg-Kronwicke (Coronilla coronata) ab.
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Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) - RL 3 |

Burladingen, 11.07.2023 (Foto: A. Röcker)
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Burladingen, 11.07.2023 (Foto: A. Röcker)
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Exuvie - Burladingen, 11.07.2023 (Foto: A. Röcker)
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Raupe - Burladingen, 29.05.2024 (Foto: A. Röcker)
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Raupe - Burladingen, 29.05.2024 (Foto: A. Röcker)
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Raupe - Burladingen, 17.06.2024 (Foto: A. Röcker)
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Das Esparsetten- oder Krainer Widderchen ist mit seinem Fleckenmuster unverwechselbar. Dass also im Jahr 2023 erstmals Fotobelege erstellt werden konnten, lässt vermuten, dass der Zollernalbkreis seither nicht zum Verbreitungsgebiet dieser Art gehörte. Die Falter fliegen im Juli/ August vorwiegend auf Halbtrockenrasen und Wacholderheiden, warmen Kalkmagerrasen und südlich exponierten heißen Hanglagen in Muschelkalk- und Juragebieten.
Jungraupen sind schon Ende Juli vorwiegend an Hornklee (Lotus corniculatus) und Esparsette (Onobrychis viciifolia) zur finden. Nach der dritten Häutung treten sie in die fress-inaktive Diapause ein und überwintern. Bis Ende Mai sind sie dann verpuppt und man kann dann nur noch die charakteristisch geformten Kokons finden.
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Beilfleck-Widderchen (Zygaena loti) - RL 3 |

Leidringen, 17.06.2011 (Foto: B. Schlude)
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Haigerloch-Stetten, 08.06.2008 (Foto: H. Fuchs)
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Burladingen, 02.07.2010 (Foto: H. Fuchs)
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Ebingen, 30.05.2024 (Foto: A. Röcker)
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Das Beilfleck-Widderchen gehört zu den jahreszeitlich frühesten Zygaenidenarten. Eindeutige Erkennungsmerkmale sind die hellen Beine und ein beilförmig verschmolzenes Fleckenpaar an der Vorderflügelspitze. Daher auch der Name.
Zygaena loti ist die einzige einheimische Art, die einen deutlichen Sexualdimorphismus zeigt: Die Beschuppung der Weibchen ist heller. Außerdem tragen sie eine doppelte weiße "Halskrause". Warme bis heiße Standorte auf kalkhaltigem Untergrund werden von der Art klar bevorzugt.
Die Raupen ernähren sich vor allem von Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), Gewöhnlichem Hornklee (Lotus corniculatus) und anderen Schmetterlingsblütlern.
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Platterbsen-Widderchen (Zygaena osterodensis) - RL 1 |

Salmendingen, 27.06.2010 (Foto: R. Bosch)
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Hechingen-Beuren, 10.06.2011 (Foto: H. Fuchs)
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Nusplingen, 21.06.2011 (Foto: H. Fuchs)
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Tieringen, 13.06.2014 (Foto: H. Cura)
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Hechingen-Beuren, 10.06.2018 (Foto: J. Beurle)
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Tailfingen, 24.05.2024 (Foto: A. Röcker)
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Das Platterbsen-Widderchen gehört zu den "Streifentypus"-Widderchen, bei denen alle Flecken zu drei Streifen verschmolzen sind.
Ein gutes Erkennungsmerkmal dieser Art sind die fadenförmigen, fast ungekolbten Fühler.
Mit einer Flugzeit von Mitte Juni bis Mitte Juli gehört Zygaena osterodensis zu den frühen Zygaenenarten. Bewachsene, lichte Waldwege mit der Raupennahrungspflanze (verschiedene Platterbsenarten) stellen wichtige Lebensräume dar. Die Art kann als typische Waldrandzygaene bezeichnet werden.
Das Platterbsen-Widderchen ist in ganz Baden-Württemberg stark gefährdet und mancherorts vom Aussterben bedroht. Auf der Schwäbischen Alb gibt es noch einige Vorkommen, aber auch hier sind Dezimierungstendenzen vorhanden. Für den Zollernalbkreis also ein echtes Highlight.
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Kleines Fünffleck-Widderchen (Zygaena viciae) - RL 3 |

Haigerloch-Stetten, 28.06.2009 (Foto: H. Fuchs)
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Haigerloch-Owingen, 05.07.2011 (Foto: H. Fuchs)
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Burladingen, 08.07.2010 (Foto: H. Fuchs)
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Ebingen, 16.07.2024 (Foto: A. Röcker)
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Truchtelfingen, 07.06.2023 (Foto: A. Röcker)
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Truchtelfingen, 27.06.2024 (Foto: A. Röcker)
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Von den drei fünffleckigen Widderchenarten (neben Zygaena lonicerae und Zygaena trifolii) ist das Kleine Fünffleck-Widderchen die kleinste Art, außerdem hat es stärker durchscheinende und etwas schwächer pigmentierte Flügel. Die dünneren Fühler sind ebenfalls ein gutes Erkennungsmerkmal.
Voraussetzung für das Vorkommen von Zygaena viciae sind die Raupennahrungspflanzen (Hornklee und Vogelwicke) und ein nicht völlig geschlossener Wald. Ansonsten kann die Art in feuchten bis in sehr trockenen Lebensräumen überall angetroffen werden.
Die Hauptflugzeit der Falter liegt bei uns zwischen Ende Juni und Anfang August. Sie bevorzugen zur Nahrungsaufnahme violett blühende Pflanzen (Flockenblumen, Acker-Witwenblume u.a.) und sind dort häufig in größeren Gesellschaften anzutreffen.
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Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena transalpina) - RL 2 |

Truchtelfingen, 13.07.2018 (Foto: H. Fuchs)
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Haigerloch-Stetten, 26.07.2008 (Foto: H. Fuchs)
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Haigerloch-Stetten, 18.07.2010 (Foto: H. Fuchs)
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Kräftig rot überzogene Unterseiten der Vorderflügel sind ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zu Z. filipendulae. Meist weiße Fühlerspitzen und die sehr scharf abgegrenzten Vorderflügel-Flecke helfen ebenfalls bei der Unterscheidung beider Arten.
Die Falter fliegen in einer Generation zwischen Juni und August im Bereich trockener, sonnenwarmer Süd(west)hänge und an Waldrändern mit Trockensäumen. Die Art kann als Bioindikator für intakte Kalkmagerrasen herangezogen werden. Die Falter legen ihre Eier an Hufeisenklee und Bunter Kronwicke ab.
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Elegans-Widderchen (Zygaena angelicae elegans) - RL 1 |

Balingen, 08.07.2011 (Foto: B. Schlude)
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Balingen, 08.07.2011 (Foto: B. Schlude)
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Balingen, 08.07.2011 (Foto: B. Schlude)
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Balingen, 08.07.2011 (Foto: B. Schlude)
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Burladingen, 25.05.2013 (Foto: H. Fuchs)
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Burladingen, 25.05.2013 (Foto: H. Fuchs)
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Zygaena angelicae hat meist weiße Fühlerkolbenspitzen und kann 5 oder 6 Flecken haben, von denen die beiden letzten gerne zusammenfließen.
Die bei uns lebende Unterart elegans hat am Rand der Schwäbischen Alb die Westgrenze ihrer Verbreitung. Besiedelt werden ausschließlich süd- oder südwestexponierte, sehr lückige Steppenheide-Wälder. Häufig handelt es sich hierbei um Abbruchkanten auf felsigem Untergrund, die zumindest lange Zeit natürlich waldfrei bleiben und äußerst steil sind.
Die Falter fliegen in einer Generation zwischen Mitte Juni und Ende Juli und saugen vorwiegend an weißen oder blauvioletten Blüten wie Liguster (Ligustrum vulgare) und Baldrian (Valeriana officinale) bzw. Wasserdost (Eupatorium cannabinum) und Wildem Majoran (Origanum vulgare). Die Larven entwickeln sich fast ausschließlich an Berg-Kronwicke (Coronilla coronata).
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Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae) - RL V |

Haigerloch-Stetten, 27.07.2008 (Foto: H. Fuchs)
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Haigerloch-Stetten, 10.08.2010 (Foto: H. Fuchs)
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Burladingen, 13.08.2009 (Foto: H. Fuchs)
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Burladingen, 05.07.2014 (Foto: H. Fuchs)
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Salmendingen, 13.07.2023 (Foto: A. Röcker)
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Dotternhausen, 17.07.2023 (Foto: A. Röcker)
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Grosselfingen, 12.07.2010 (Foto: R. Zwiener)
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Haigerloch-Owingen, 26.06.2018 (Foto: H. Fuchs)
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Unsere häufigste Zygaene ist mit Sicherheit das Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae). Die Größe und die Stellung der Flecken auf den Vorderflügeln kann variieren. Der letzte Fleck kann verkleinert, losgelöst oder mit dem fünften Fleck zusammengeflossen sein.
Die Art ist sicherlich auch deshalb so verbreitet, weil sie keine klare Biotop-Bevorzugung zeigt. Sie kann sich in feuchten Biotopen bis zu fast
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vegetationslosen, trockenen Standorten behaupten. Sogar intensiv genutzte Kulturwiesen werden von der Art angenommen.
Die Flugzeit der Falter reicht von Anfang Juni bis Ende August. Einzelne Exemplare können durchaus auch vorher oder nachher auftauchen und bilden damit keine Ausnahme. Hauptnahrungspflanze der Raupe ist der Hornklee (Lotus corniculatus).
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Hornklee-Widderchen (Zygaena lonicerae) - RL 1 |

Haigerloch-Owingen, 03.07.2014 (Foto: H. Fuchs)
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Burladingen, 28.06.2011 (Foto: H. Fuchs)
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Haigerloch-Stetten, 01.07.2014 (Foto: H. Fuchs)
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Z. lonicerae ist von den anderen Fünffleck-Widderchen nicht leicht zu unterscheiden. Die Tiere fliegen meist in nur wenigen Exemplaren in trocken-warmen mageren Wiesen, oft im Saumbereich von Wäldern. Ihre Lebenstätten dürfen leicht beweidet sein und vertragen auch die einmalige Mahd.
Die Falter saugen dort an blau-violetten Blüten von Korbblütlern wie Witwenblume (Knautia arvensis), Flockenblumen (Centaurea spec.) und Disteln (Cirsium spec.). Ihre Flugzeit liegt bei uns zwischen Mitte Juni und Mitte August.
Die Weibchen legen die Eier in großen Gruppen an Pflanzenstängel in der Nähe der Nahrungspflanzen ab. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Klee-Arten (Trifolium spec.) und Hornklee (Lotus corniculatus).
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